Orthopädie Schuhtechnik

Orthopädie-Schuh-Technik

Orthopädische Maßschuhe

Orthopädischer Maßschuh bei Peroneuslähmung bds.

Diagnosen


In der Orthopädieschuhtechnik gibt es viele Krankheitsbilder, die die Versorgung mit einem orthopädischen Maßschuh erfordern. Grundsätzlich ist ein orthopädischer Schuh erforderlich, wenn dem Betroffenen aus einem bestimmten Grund nicht zugemutet werden kann einen Konfektionsschuh zu tragen. Hierzu zählen:

  • stark deformierte Füße (z.B. kontrakter Plattfuss)
  • Arthrosen des oberen und unteren Sprunggelenks
  • starke Ödeme im Bereich des Fußes und des Unterschenkels
  • Traumatische Verletzungen des Fußes und des Sprunggelenks
  • Amputationen im Bereich des Fußes
  • Lähmungen
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • extreme Beinverkürzungen
  • Instabilitäten des Muskel- und Bandapparates im Bereich des Fußes und des Unterschenkels
  • angeborene Fehlstellungen des Fußes

 

 
Leistenbau
Nach Verordnung eines orthopädischen Schuhes durch den behandelnden Orthopäden bekommen Sie einen ersten Beratungstermin bei einem unserer Orthopädieschuhtechniker. Dieser führt zunächst eine ausführliche Anamnese durch und vermisst ihren Fuß ganz genau. Anschließend wird er mit Ihnen ihre individuelle Versorgung planen und besprechen.
Nach Genehmigung der Versorgung durch die zuständige Krankenkasse beginnen unsere Techniker mit der Anfertigung ihres persönlichen Leistens. Dies erfolgt je nach Fall nach Gipsabruck, Blauabdruck oder in CNC- Frästechnik.


Bettungsbau
Ist der Leisten soweit fertig folgt der Bau der Arbeitsbettung, d.h. der Orthopädieschuhtechniker fertigt ein individuelles Fußbett für jeden ihrer Füße an und bringt ihren Fuß in die statisch korrekte Stellung. Sobald die Bettung fertig gestellt ist überprüft der Techniker Passform und Statik mithilfe des Probeschuhes. In der 1. Anprobe Ihres Schuhs wird er mit ihnen nach ihrem persönlichen Wunsch den Schaft für ihren Schuh auswählen.


Der Schaft
Nachdem die Hinterkappen ihres Schuhs von ihrem Techniker fertig gestellt wurden, verlässt der Leisten zusammen mit den Kappen und der Bettung das Haus und geht zum Schäftemacher. Dieser fertigt in Handarbeit ihren Schaft  nach den Maßen ihres Fußes und ihren speziellen Wünschen an.


Schuhbau
Zurück in der Firma beginnt der Techniker mit dem Zwickvorgang. Nachdem der Schaft einige Tage auf dem Leisten „austrocknet“ wird der Boden nach ihren Bedürfnissen aufgebaut. Anschließend wird ihre individuelle Bettung aufgebaut. Jetzt ist ihr Schuh fertig zur Auslieferung. Nach einer Eintragezeit von 2-4 Wochen werden wir ihre Versorgung nochmals in unserem Haus kontrollieren, je nach Bedarf auch mit einer elektronischen Fußdruckmessung.

 

Wir bitten um Ihren Anruf zur Terminabstimmung für ein persönliches Beratungsgespräch.

Orthopädische Schuhzurichtungen

Schuherhöhung

 

Bei orthopädischen Schuhzurichtungen werden geeignete vorhandene Konfektionsschuhe so umgebaut, dass bestehende Fußbeschwerden minimiert oder im besten Fall komplett beseitigt werden können. Mit Zurichtungen ist es möglich, viele Fußprobleme während des Gehens und Stehens zu verbessern. Sie kommen meistens zum Einsatz, wenn eine Einlagenversorgung alleine nicht mehr ausreichend ist.

 

 


Schuherhöhung:
Ein angeborenes oder durch einen medizinischen Eingriff verkürztes Bein führt zum Schiefstand des Beckens und somit auch zu einer kompletten Fehlstatik des Körpers. Mit einer Schuherhöhung kann diese Fehlstellung behoben werden. Verkürzungsausgleiche von 0,5cm bis 1,0 cm können meistens in den vorhandenen Schuh eingebaut werden, ab 1,1cm wird die Schuherhöhung außen in den Schuhboden eingearbeitet.

Abrollhilfen:
Bei Abrollhilfen wird der Schuhboden zugerichtet. Mit ihnen möchte man eine Entlastung bestimmter schmerzender Stellen des Fußes erreichen. Die Sohle wird dicker und fester aufgebaut und nach vorne dünner ausgeschliffen. Dadurch übernimmt der Schuh einen Teil der Abrollbewegung, was zur Folge hat, dass der Fuß im Schuh weniger bewegt wird und akute Schmerzen gelindert werden. Je nach Stärke und Art der Rolle können verschiedene Fußgelenke oder Schmerzpunkte entlastet werden. Ein Beispiel ist die sog. Schmetterlingsrolle, die bei Spreizfußbeschwerden angewendet wird. Diese Rolle ist an den entsprechenden Druckstellen zusätzlich gepolstert.

Schuhranderhöhungen:
Sie sind hauptsächlich dafür zuständig, das Kniegelenk innen oder außen zu entlasten.
Hierbei wird der Innen- oder Außenrand des Schuhs meistens um 3-5mm gekippt -  die genaue Höhe muss sorgfältig bestimmt werden -  um das Optimum der Versorgung zu erreichen.

Pufferabsatz:
Der Pufferabsatz dient der Stoßdämpfung beim Fersenauftritt. Er soll speziell Problematiken im Bereich der Ferse, des Knies und der Hüfte eindämmen. Der Pufferabsatz wird seit 2007 nicht mehr von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

 

Orthopädische Einlagen

 

Die meisten Menschen kommen mit gesunden Füßen auf die Welt. Eigentlich sind wir damit für die Anforderungen des Lebens bestens gerüstet. Leider kommt es im Laufe unserer Entwicklung und unseres Lebens aus vielerlei Gründen zu Fußfehlstellungen. Unsere Füße und der ganze Bewegungsapparat werden nicht mehr wie eigentlich gedacht, vielseitig beansprucht, also z.B. barfuß laufen auf unebenen Untergründen wie Wiesen- oder Waldböden, sondern einseitig mit ständigem laufen auf harten Böden und mit unpassenden Schuhen. Viele daraus resultierende Beschwerdebilder und Fehlstellungen an unseren Füßen, der Körperstatik, der Haltung und dem Gangbild können mit individuell gefertigten Maßeinlagen nachhaltig gelöst werden.

Grundsätzlich unterscheiden wir 3 Einlagentypen:

Korrektureinlagen

Im weitesten Sinne stellen sie Einlagen zur Wachstumslenkung dar. Zum Einen soll potenzielles Fehlwachstum verhindert werden, zum Anderen soll aber eine Umformung einer noch bestehenden leichten Deformität erreichbar sein. Korrekturen eines Fußes werden sich meist nur am plastisch beeinflussbaren Kinderfuß erreichen lassen.

Kopieeinlagen

Bei dieser Versorgung wird ein Modell des unbelasteten Fußes erstellt und deformierte Belastungseinflüsse ausgeschaltet. Diese Einlagen haben keine eigentliche Korrekturwirkung, sondern stützen den Fuß in funktionsgünstiger, beschwerdefreier oder zumindest schmerzarmer Stellung. Dieses Behandlungsprinzip kommt meistens im Erwachsenenalter zum Einsatz.

Bettungseinlagen

Diese Einlagenart dient dem Belastungsausgleich bzw. der Entlastung einzelner Sohlenabschnitte. Allgemein wird die Körperlast gleichmäßig verteilt und kleinflächige oder gar schlecht weichteilgepolsterte Überlastungszonen entlastet. Reine Bettungseinlagen bleiben mehr dem höheren Lebensalter vorbehalten.
Alle 3 Versorgungsarten können nur unter Belastung und unter Mitwirkung eines geeigneten Schuhes wirksam werden.

Sensomotorische Einlagen

Diese spezielle Art der Einlagen lässt sich grob in den Bereich der Korrektureinlagen einordnen, besser passt aber die Bezeichnung „Aktiveinlage“. Grundsätzlich darf bei diesem System nie Druck auf den Muskelbauch gebracht werden, da dieser neben den Gelenken den aktiven Part der Bewegung darstellt. Es dürfen nur Sehnenzüge angegangen werden, um einen positiven Effekt auf die Gelenkstellung auszuüben. Durch ständige Wiederholung kann die neue richtige Bewegung eingeübt werden, ohne die muskuläre Arbeit zu verschlechtern. Einfach erklärt: Es gibt einen Spieler und einen Gegenspieler. Wenn einer der Beiden stärker ist, entstehen Fehlstellungen. Unser Ziel ist es also, beide gleichstark zu machen. Hauptsächlich werden Kinder ab dem 4. Lebensjahr mit propriozeptiven Einlagen versorgt, da diese noch sehr lernfähig sind. Diese Fähigkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Herstellung

Mit handwerklichem Know-How und der neusten CAD/CAM- Technik wollen wir für Sie die bestmögliche Versorgung erzielen. Durch dieses System sind wir in der Lage, ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse einzugehen - sei es bei der Maßnahme, Korrektur am PC oder Materialwahl. Mit unserer CNC-Fräse sind wir außerdem in der Lage, bereits gefertigte Einlagen genau so wieder zu reproduzieren. Die Herstellung Ihrer individuellen Einlagen findet von der Maßnahme bis zur Abgabe des fertigen Produktes in unserem Haus statt.

Sportlerversorgung

Unter dem Begriff Sport werden viele Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen zusammengefasst. Die Hauptaufgabe des Sports ist es, uns gesund und fit zu halten.
Man betreibt ihn aber nur gerne, wenn er auch Spaß macht. Sobald Probleme in Form von Schmerzen aufkommen, verfliegt der Spaßfaktor relativ schnell.
Nun haben Sie zwei Möglichkeiten:
Entweder beenden Sie Ihre sportliche Aktivität oder Sie suchen eine Lösung für Ihr Problem.
Sollten Sie sich für letztere Option entscheiden, könnten wir Ihr Problemlöser sein. Wir beraten Sie gerne bei der Optimierung ihres Laufschuhes durch eine passende Sporteinlage.

Diabetikerversorgung

Die Zuckerkrankheit „Diabetes mellitus“ zählt in Deutschland zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Eine der Hauptfolgeerscheinungen ist der diabetische Fuß, der durch den Verlust der Gefühlsqualitäten (Temperatursinn, Schmerzsinn,…) und Veränderungen des Fußskeletts verursacht wird. Durch die Polyneuropathie und Angiopathie stellt das diabetische Fußsyndrom eine große Gefahr für die Füße des Patienten dar. Um diesen Gefahren vorzubeugen oder sie zu behandeln, ist es für einen Diabetiker unbedingt notwendig, über alle Versorgungsmöglichkeiten wie z.B. Diabetes adaptierte Einlagen und Diabetes adaptierte Schuhe informiert zu sein.

Reparaturen

Natürlich erledigen wir gerne Reparaturen an Ihren Schuhen. Allerdings darf es sich hierbei nicht um wirtschaftliche Totalschäden handeln. Dies können wir anhand einer Sichtung des Schuhs und mittels eines Beratungsgesprächs klären.

 

Wir bitten um Ihren Anruf zur Terminabstimmung für ein persönliches Beratungsgespräch.